Gut vorbereitet in den Urlaub starten
Die Reisesaison steht vor der Tür, und auch Patienten mit Myasthenia-gravis oder dem Lambert-Eaton-Syndrom packen die Koffer. Eine gute Vorbereitung und bestimmte Verhaltensregeln helfen, die schönsten Wochen des Jahres entspannt genießen zu können.
Dreh- und Angelpunkt der Urlaubsplanung ist der eigene Gesundheitszustand. Je stärker einem die unliebsame „Tante Myasthenie“ zusetzt, desto sorgsamer sollten die Gesundheitsrisiken abgewogen werden. Bei Unsicherheiten die Reisepläne mit dem behandelnden Arzt besprechen.
Wahl des Reiseziels: Schon Zuhause kann man sich über die medizinische Versorgung am Urlaubsort informieren und in Erfahrung bringen, ob es dort einen Arzt gibt, der Erfahrung mit Myasthenie- oder LEMS-Patienten hat. Reisen in Gebiete mit einem erhöhten Infektionsrisiko sollte man generell vermeiden.
Arzneimittel: Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen, eine Beschaffung vor Ort ist in manchen Ländern zeit- und nervenaufreibend oder gar nicht möglich. Wer seine Medikamente zu festen Zeiten einnimmt, muss die Einnahme möglichen Zeitverschiebungen anpassen. Da Medikamente nicht über 25º C gelagert werden sollen, empfiehlt sich bei längeren Autofahrten im Hochsommer die Aufbewahrung in einer Kühlbox.
Vor Flugreisen klären, ob die Medikamente im Handgepäck transportiert werden dürfen. So erreichen die Arzneimittel mit Ihnen das Ziel, was beim übrigen Reisegepäck nicht immer gewährleistet ist.
Versicherung: Bei Reisen ins Ausland ist eine Auslandskrankenversicherung empfehlenswert, da die herkömmliche Krankenversicherung im Ausland nur eine Notfallversorgung zahlt. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung deckt mehrere Risiken ab, u.a. den Rücktransport im Krankheitsfall. Dabei ist es wichtig, dass die Versicherung nicht nur die Kosten für einen „medizinisch notwendigen“ Rücktransport übernimmt, sondern auch für einen Rücktransport einsteht, der „sinnvoll und vertretbar“ ist.
Tipp: Vor Abschluss klären, ob die Versicherung auch die Kosten für die Behandlung einer chronischen Erkrankung übernimmt.